Wer bin ich?

22.05.2018

Schon seit vielen Jahren verspürte ich einen Drang und eine Kraft in mir, und immer wieder war ich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

  • Wer bin ich?
  • Was sind meine Aufgaben?
  • Wohin will ich, will meine Seele?

Viele Fragen stellten sich mir im Laufe der Jahre. Ich habe sehr viele Ausbildungen gemacht, um endlich die richtigen Antworten zu bekommen, um endlich mich selber zu finden. Durch diesen Weg habe ich viele Begebenheiten, Begegnungen und Herausforderungen mit ganz anderen Augen gesehen. Ich versuchte, die Dinge und Ereignisse von einer anderen Position zu betrachten, den Menschen dahinter zu sehen, damit ich klar im Hier und Jetzt sein konnte.

Bis letztes Jahr........

Im Frühjahr 2016 merkte ich immer mehr, wie sich bei mir eine Erschöpfung einschlich. Ich dachte mir immer, das kommt einfach davon, weil ich sehr viel um die Ohren hatte. Und immer mit den Gedanken, das geht schon, ich schaffe das, habs ja immer geschafft. Die körperliche und auch geistige Ermüdung wirkte sich bei mir auch so aus, dass ich in meiner Arbeit als Therapeutin für mich selber nicht mehr die 100 % bringen konnte. Und da war für mich der Zeitpunkt erreicht, dass ich mir einen Aus - Zeitmonat nahm.

In dieser Zeit hatte ich eine Untersuchung und es wurde bei mir die Autoimmunerkrankung "Morbus Basedow" diagnostiziert. Dies ist eine Erkrankung der Schilddrüse, eine Überfunktion, bei der sich die Schilddrüse selber zerstört.

Es war zuerst ein Schock, aber die Diagnose war für mich ganz klar, da ich die letzten Jahre wirklich "gegen mich selber" gearbeitet habe. Ich war sozusagen nicht mehr "Klar im Hier und Jetzt".

Ich habe meine Stelle als Therapeutin gekündigt und wollte für mich die Zeit haben, zu gesunden.

Eine Überfunktion der Schilddrüse hat sehr viele Auswirkungen und einige bekam ich die Monate danach sehr zu spüren. Ich musste jede Woche zum Arzt, mein Blut untersuchen zu lassen, musste Tabletten einnehmen, die mich noch mehr ermüdeten.......untypisch für eine Überfunktion, denn nomalerweise ist man hier eher "getrieben".

Rein schulmedizinisch war ich sehr gut versorgt, aber das genügte mir nicht. Beim ersten Termin bei meinem Arzt fragte ich ihn, wie er meine Chancen sieht, wieder vollständig gesund zu werden, d.h. keine Autoimmunerkrankung mehr zu haben. Seine Antwort war, mit dieser Schilddrüse wird nichts mehr gut.

Na ja, dachte ich mir, der kennt mich nicht.:)

Also fing ich an, mich nach allen Seiten zu informieren, zu lesen und vor allem ein Selbststudium durch meine Erfahrungen zu machen.

Ich habe mich neu kennen gelernt, von der Ernährung angefangen, bis hin in die Tiefe meiner Seele. Die Monate waren eine Wanderungen durch tiefe Täler bis hin zu höhren Gefielden. Ich habe einige Phasen einer Krankheit durchgemacht: von starker Müdigkeit (ich hätte den ganzen Tag schlafen können), Herzrasen (ich konnte nicht liegen und sitzen), depressive Phasen......

Diese Zeit war sehr wertvoll für mich, zum beobachten, was macht es mit mir, mit meinem Körper. Jetzt verstehe ich vieles besser, was meine Klienten oft sagten, von "ich kann nicht mehr", "ich will jetzt nicht",......

Ich habe sehr viel mit mir gearbeitet, hab bei einem Naturarzt Hilfe bekommen, mein Mann hat mir die Klangmassagen nach dem Kabbala gegeben, ich habe mir selber Cranio gegönnt......

Ich bin sehr dankbar für diese Zeit, in der ich soviel lernen durfte und konnte, und ich bin dankbar, für jeden einzelnen Menschen der mich vor und während dieser Zeit meinen Weg kreuzte und für mich einen Teil meines Lebens war und ist.

Und besonders dankbar bin ich meiner Familie, die mir sehr geholfen hat, durch diese Zeit zu gehen und nie den Mut zu verlieren. Danke!!!